Freie Schulen bewegen sich in einem anspruchsvollen rechtlichen Umfeld. Schulträger und Schulleitungen stehen regelmäßig vor Fragen zur Genehmigung und Anerkennung ihrer Schule, zu den Rechten und Pflichten gegenüber Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie zu arbeitsrechtlichen Themen im Umgang mit Lehrkräften.
Das Seminar vermittelt einen kompakten und praxisnahen Überblick über die zentralen Regelungen des Privatschulrechts. Die Teilnehmenden erhalten Orientierung zu den wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen und erfahren, welche Anforderungen im Schulalltag besonders zu beachten sind.
Inhalte des Seminars
Rechtliche Grundlagen freier Schulen
- Verfassungsrechtliche Grundlagen
- Schulgesetze, Verordnungen und weitere relevante Rechtsquellen
- Aktuelle Entwicklungen im Privatschulrecht
Genehmigung freier Schulen
- Voraussetzungen für die Genehmigung
- Das Prinzip der Gleichwertigkeit: Lehrkräfte, Bildungsziele und Ausstattung
- Rechtliche und wirtschaftliche Sicherung der Lehrkräfte
- Besonderheiten bei Grundschulen: Nachweis eines besonderen pädagogischen Interesses
Anerkennung freier Schulen
- Voraussetzungen und Verfahren der Anerkennung
- Unterschiede zwischen den Bundesländern
- Anforderungen an Aufnahme, Versetzung und Prüfungen
Rechtsbeziehungen zu Eltern sowie Schülerinnen und Schülern
- Der Schulvertrag als zivilrechtliche Grundlage
- Rechte und Pflichten der Vertragsparteien
- Möglichkeiten und Grenzen schulischer Maßnahmen
- Leistungsverweigerungsrecht, Abmahnung und Kündigung
Rechtsbeziehungen zu Lehrkräften
- Gestaltung rechtssicherer Beschäftigungsverhältnisse
- Abgrenzung zwischen Arbeitsvertrag und Honorarvertrag
- Arbeitszeitregelungen und Kündigungsfristen
- Aktuelle arbeitsrechtliche Anforderungen für freie Schulen
Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gerne auch schon vor dem Seminar entgegen genommen. Senden Sie uns diese gern an: info@privatschulen-sachsen-thüringen.de
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich an Schulleitungen, Geschäftsführungen und Verantwortliche freier Schulen, die ihre Kenntnisse im Schulrecht auffrischen oder vertiefen möchten.
Referent
Rechtsanwalt Martin Sträßer
Anwaltskanzlei Sträßer Rehm Barfield

Herr Sträßer hat in Passau Rechtswissenschaften studiert und ist seit 1988 als Rechtsanwalt zugelassen. Seit März 1990 ist er in Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) tätig.
Im Februar 1992 wurde Herr Rechtsanwalt Sträßer erstmals zum juristischen Berater der Arbeitsgemeinschaft der Sächsischen Schulen in freier Trägerschaft gewählt und seitdem alle zwei Jahre wieder gewählt. Er war lange Zeit stellvertretender Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Sachsen und Schatzmeister des Kinderschutzbundes.
Seit mehr als 10 Jahren konzentriert sich RA Sträßer auf das Gebiet "Bildung und Erziehung in freier Trägerschaft". Er berät Träger von Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen der Jugendhilfe einschließlich Tageseltern, nicht aber andere Beteiligte (Eltern, Lehrer, Schüler, Behörden).
RA Sträßer führt gerichtliche Auseinandersetzungen um die Finanzierung von Einrichtungen aller Art in vielen Bundesländern mit Schwerpunkt Ostdeutschland, aber nicht darauf beschränkt. Daneben berät vertritt er die Träger von Einrichtungen auch im Hinblick auf Genehmigungen und Auflagen.
Er berät hinsichtlich der Vertragsgestaltung mit allen Beteiligten (Schul- und Betreuungsverträge, Arbeitsverträge usw.).
Termin und Ablauf
Donnerstag, den 05.11.2026
10:00 - 16:00 Uhr
Ab 9:30 Uhr Empfang der Teilnehmer/innen
10:00 Uhr Beginn
ca. 12:00 Uhr Mittagspause
ca. 14:30 Uhr Kaffeepause
ca. 16:00 Uhr Veranstaltungsende
Veranstaltungsort
VDP Landesverband Sachsen-Thüringen e.V.
Petersstraße 1-13, 5. OG
04109 Leipzig
Das Seminar beinhaltet
Seminarteilnahme // Teilnahmezertifikat // Mittagspause // Kaffeepause // Tagungsgetränke
Kosten
Mitglieder VDP: 319,00 € (zzgl. 19% Mwst.)
Nichtmitglieder: 399,00 € (zzgl. 19% Mwst.)
Anmeldeschluss
Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 21.10.2026
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